...immer der Nase nach!
...immer der Nase nach!

Beppone

Nun wird sich der interessierte Leser sicher fragen, wie kommt dieser Lockenkerl eigentlich in den hundetechnisch gesehen reinen Weiberhaushalt? Also verrate ich Euch an dieser Stelle mal, wie ich das angestellt habe. Als meine 8 Geschwister am 14.12.14 alle geboren waren, Mama Ambra sich frisch geduscht mit ihrem Nachwuchs in der Wurfkiste ausruhte, dachte ich so bei mir, dass die Zeit jetzt reif war für meinen Auftritt auf die Bühne der Welt! Ich war sozusagen das Schokoladen-Überraschungsei und fiel meiner Chefin fix und fertig abgenabelt einfach so in die Hand. Das war eine Riesenfreude und der Beginn einer besonderen Beziehung zwischen ihr und mir, man könnte es auch Liebe auf den ersten Blick nennen! Ich war und bin eben ein Herzbube, immer fröhlich und gut gelaunt, und habe die Mädels hier im Hause alle für mich eingenommen. Meinem Charme erliegen eben alle!

Herzklopfen- Mehr als nur ein Urlaubsflirt!

Portbail, Normandie-30.Juni 2015

 

Plötzlich stand sie vor unserer Ferienhaustür, eine rehbraune Französin mit Traumfigur, die anscheinend Anschluss suchte! Zuerst hatte sie nur Augen für frisches Wasser und Futter, aber dann wurden wir miteinander bekannt gemacht und von da an war es um mich geschehen. So ein feines Hundemädchen, und ein Temperament, oh lala, ich sag`s Euch! Da sie in der ersten Nacht wie ein Wolf den Mond über unserem Ferienhaus angeheult hat, bekam sie den Namen „Claire de la Lune“.

Ich war schwer begeistert, als diese „Urlaubsbekanntschaft“ auch noch mit zu mir nach Hause gefahren ist. Wir haben jeden Tag die komplette Fläche unseres Gartens bespielt. Manchmal war es schon so wild, dass ich mich an einen sicheren Ort, z.B. in ein Gebüsch, zurückziehen musste. Diese kleine Madame konnte einen ziemlich fertigmachen, ich bin ja schließlich auch ein Kavalier und hab sie immer gewinnen lassen! (Na ja, ganz ehrlich gesagt und unter uns gesprochen, sie war eigentlich schneller als ich und kannte alle Tricks im Hundekampfsport! Sagen wir mal, ich habe im „zwischenhundlichen“ Bereich von ihr eine Menge dazugelernt!)

Ja und wie so oft im Leben hat alles seine Zeit, genau 2 Monate später ist sie dann wieder ausgezogen bei uns, zu ihrer neuen Familie in die Eifel. Ich habe sie erst ein paar Tage gesucht, meine erste große Liebe, und auch vermisst, aber dann habe ich mich damit getröstet, dass ich ja meine anderen Mädels hier zu Hause habe, meine Mama Ambra, meine Schwester Amelie und meine Freundin Yumi. Da bleibe ich auf jeden Fall der Hahn im Korb, unter uns gesagt: Nicht der schlechteste Posten! 

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© Annett Rassfeld, Lagottozucht "Sempre diritto", Gütersloh